Donnerstag, 27. März 2014

Zurück aus dem Sinusitis-Nirvana - ein Schneeflocken-Update

© snowy-stock | deviant art

Ein Viertel des Jahres ist nahezu um. Unglaublich.
Die Hälfte davon habe ich eingewickelt in Decken auf meinem Sofa verbracht. Das hat immerhin dafür gesorgt dass ich es geschafft habe, die eine oder andere Serie anzuschauen und viel zu schlafen, andererseits stand es vielen Vorhaben aber auch grandios im Weg.

Im Idealfall ist nach dieser Runde (es ist mittlerweile die dritte...) Schluss mit Nasennebenhöhlenentzündung und ich kann meine Energie darauf verwenden, Dinge zu tun die eigentlich auf meiner To-Do-List für 2014 standen. Allem voran: schreiben.

Der Masterpost hat wieder ein kleines Update erhalten und ist eigentlich auch immer noch nicht ganz korrekt, denn auch die vier-seitige Plotzusammenfassung steht. Wenn man vom Ende absieht. Das bereitet mir nämlich noch ziemliches Kopfzerbrechen. Mit dem Plotverlauf bis dahin bin ich recht zufrieden, allerdings will und will mir nichts einfallen was die Sache würdig abschließt. Da werde ich meine Hirnwindungen noch ordentlich strapazieren müssen.


Bis Ende März wollte ich mit meiner Planung mit Hilfe der Schneeflockenmethode fertig sein. Ob es tatsächlich ganz bis Montag geschafft sein wird, weiß ich noch nicht aber ich bin guter Hoffnung.

Ein Post zum Gesamteindruck und meinem Umgang mit der Methode wird folgen, aber nachdem ich heute den Masterpost schon mit einem Update versehen habe, ist dort auch zu erkennen dass ich die ausführliche Charakterisierung für meine Figuren weggelassen habe.

Warum?

Ingermanson möchte, dass man sich mit seinen Charakteren schon vor dem Schreiben so vertraut wie möglich macht, damit die Geschichte ihnen gerecht werden kann. Die Herangehensweise ist logisch und macht in vielerlei Hinsicht Sinn. Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden. Wenn ich meine Figuren finde, dann haben sie zumeist ein oder zwei herausstechende Charaktereigenschaften oder prägende Erlebnisse. Der Rest bleibt eine vage Idee. Die tatsächliche Ausprägung von Charakterzügen zeigt sich meist erst in der Auseinandersetzung mit anderen Figuren. Meine Charaktere entstehen dynamisch, und das ist eines der Dinge die ich am Schreiben immer am meisten genossen habe. Ich freue mich darauf zu sehen wie sie sich entwickeln und aufeinander reagieren.

Die kurzen Charakterbögen die sich aus Schritt 3 ergeben haben, haben viel Klarheit für Motive und Konflikte der einzelnen Figuren geschaffen und diese Grundlage genügt mir. Ingermansons Vorschläge zur genaueren Charakterisierung behalte ich aber im Hinterkopf, denn wenn es doch einmal irgendwo haken sollte, ist eine gründlichere Beleuchtung der Figur vielleicht genau das, was der Sache auf die Sprünge helfen kann.

Jetzt geht es daran, die Geschichte mit einem würdigen, spannenden Ende zu versehen und das ganze in ein Spreadsheet mit aufgeschlüsselten Szenen aufzubrechen. Darauf bin ich wirklich gespannt, denn immer wenn es arbeitsintensiv wird, bin ich für gewöhnlich leider die erste, die unter irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden das Handtuch wirft. Demenstsprechend nehme ich das als meine ganz persönliche Herausforderung für die nächsten Tage an (irgendwozu muss die Tatsache, dass ich schon wieder krank geschrieben bin, ja schließlich gut sein oder? Wenn ich gerade eins habe, dann Zeit. Ein seltener Zustand, der genutzt werden will!).

So lange mir keine grandiose Idee für das Ende kommt, kann ich schließlich genauso gut Tabellen befüllen. Zudem geht es im Moment auch noch um die Frage, wer eigentlich außer Anthea noch Perspektivträger wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die ich mit Hilfe des Spreadsheets ganz gut durchprobieren kann.

Trotz der diversen Hindernisse in den letzten Monaten liege ich noch erstaunlich gut in meinem Zeitplan und freu mich jetzt schon aufs Schreiben. Bleibt noch abzuwarten wie gut sich das dann mit dem neuen Semester und 40-50-Stunden-Wochen verträgt, aber gut. Was wäre das Leben ohne die eine oder andere Herausforderung.

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