Das Buch

Grunsätzlich schreibe ich alles was man sich so vorstellen kann. Ich habe mich schon an zeitgenössischem realistischen probiert, an historischem, postmodernen, an Fanfiction, an Song-Fictions und auch am Drehbuchschreiben (wobei ich hier kläglich an der Formatierung gescheitert bin und vermutlich auch daran, dass ich keinerlei räumliches Vorstellungsvermögen haben).

Allem voran gibt es aber ein Genre das immer am lautesten seinen Platz fordert, und das ist die Fantasy. Über die Definition dessen, was darunter denn nun zu verstehen sei, streiten sich die Gelehrten, es gibt unzählige Bücher und Aufsätze dazu und einigen wird man sich vermutlich nie.

In meinem Fall läuft das fantastische Element für gewöhnlich darauf hinaus, dass es entweder eine abgeschlossene andere Welt gibt, oder ein Portal von unsere Welt dort hin, und dass es an diesem anderen Ort Magie gibt. In Form, Farbe und Ausmaß variiert das von Projekt zu Projekt, aber das sind die Grundpfeiler.

Ein zweiter Punkt, der auf fast alle meine Projekte zutrifft ist der, dass es keine zentrale Liebesgeschichte gibt. Es ist nicht so dass ich das vermeiden würde als ginge es um mein Leben, aber ich finde, diese Form von Beziehung ist eine von vielen aus einem so breiten Spektrum, dass sie nicht alles andere überlagern sollte. Außerdem macht es mir, zugegebenermaßen nur sehr wenig Spaß, über 300 Seiten hinweg möglichst kunstvoll zu versuchen zu verhindern dass Hans und Lieschen sich kriegen, nur damit sie sich am Ende um so seelenvoller in die Arme sinken können.

Im Speziellen wird mein Projekt für 2014 (das bisher leider noch nicht einmal über einen Arbeitstitel verfügt, das arme Ding) im heutigen London, und in einer Parallelwelt dazu spielen.

Ich möchte eine starke Protagonistin schreiben; von einer jungen Frau erzählen, der Dinge passieren die ihre Vorstellungskraft bei weitem übersteigen, ihre Verständnis von Realität herausfordern und völlig verändern, und davon wie sie damit umgeht.

Es wird ein Element in diesem Roman geben, das furchtbar verbreitet ist, und dem ich mich, obwohl es mich schon vor dem Hype fasziniert hat, eben darum sehr sehr lange verweigert habe. Vampire. Ich habe lange darüber nachgedacht ob man sich dafür heutzutage nicht schon rechtfertigen oder sogar entschuldigen muss. Am Ende sagen ich: warum? Es ist sicher noch nicht alles abgeklopft was man mit diesen spannenden Wesen anfangen kann. Sie haben gelitten, gemordet, geglitzert und gekuschelt.

Mal schauen was als nächstes dran ist. Eines kann ich versprechen: glitzern werden sie nicht!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen